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  Dietz 621 X1 (1978)
 
Minicomputer Dietz 621 X1

Dieser Computer stammt aus meiner alten Schule, dem Friedrich-Spee-Gymnasium in Trier und wurde dort bis 1986 im Informatik-Unterricht eingesetzt. Als Zubehör gibts noch ein Doppeldiskettenlaufwerk für 2 8 Zoll Disketten und  2 serielle Terminals und jede Menge Handbücher. In der Schule gab es noch einen Lochkartenleser und einen Drucker, die sind leider entsorgt worden.

Die Handbücher sind alle gebunden, was das  Scannen sehr zeitaufwändig macht. Deshalb ist nur ein kleiner Teil der Handbücher als PDF verfügbar.
 
Liste der vorhandenen Handbücher:

Übersetzungssystem XOS Benutzerhandbuch
Betriebssystemfamilie XOS Beschreibung
Betriebssystemfamilie XOS Benutzeranleitung Generierung der Systemplatte
Multi-User BASEX
Dietz 621 Zentraleinheit Technische Unterlagen 621 X1 (z.T. eingescannt und als PDF verfügbbar)
Benutzeranleitung Pascal
Pascal-E Benutzeranleitung
Fortran Kurzbeschreibung
Text Editor Beschreibung
Debut Bedienungsanleitung
Dietz 600 C-BASIC
Dietz 600 Systemgenerierung mit C-BASIC Release 05
 
Display Terminal 5423/5424 Funktionsbeschreibung
Tanbdberg Data TDV 2115/16 Displays Terminal User's Guide
Binder Matrix Printer Bedienungsanleitung
 
Unterrichtshilfen - Beispielsammlung
Betriebsbuch



Lochkarte wie sie zum Programmieren von BASIC verwendet wurde. Man konnte die Lochkarten mit einem weichen Bleistift kodieren (z. B. daheim) und dann in der nächsten Informatikstunde sein Programm über den Lochkartenleser eingeben. Ich habe mehrere volle Kartons von unbenutzten Markierungs- bzw. Lochkarten, bei Bedarf bitte per Mail melden.



Ansicht von vorn, das obere Abdeckblech wurde entfernt.


Das Bedienfeld mit Schlüsselschalter (3 Positionen) sowie 3 Tasten für Start, Bootstrap und Reset.



Typenschild.621-X1 ist das Modell, 75 ... in der oberen Zeile könnte das Baujahr sein(?), obwohl im Konfigurationsblatt das Jahr 1978 steht.


Konfigurationsblatt der D621-X1 mit der Seriennummer 7810071 (vgl. Typenschild).



Rückansicht der Dietz 621. Man beachte die kleine Nase in der Powerbuchse,
die die Verwendung eines herkömmlichen Kaltgerätekabels verhindert.
Mangels eines passenden Kabels habe ich die notwendige Aussparung aus einem normalen Kabel herausgefräst.






Nachdem die Frontblende (und ein Luftfilter) entfernt sind, kommt man an die beiden Schrauben links, um die "Tür" zu öffnen.


Im Inneren sieht man 5 Platinen, übereinander angeordnet. Die erste (oberste) Platine ist auf den Bildern bereits ausgebaut.




Regelbaustein 660 201
Die oberste Platine stabilisiert die Versorgungsspannungen +5, +9, +12 sowie +/- 15 Volt.
Die Spannungen lassen sich an den Messpunkten oben links (farbig codiert: gelb/schwarz, rot,blau) nachmessen.
Hier die Belegung: gelb - NZ
                         schwarz - Masse/GND
                                  rot - +5 Volt
                                blau - P3
                                  rot - +12 Volt
                                blau - P5
                                  rot - +15 Volt
                                  rot - +9 Volt



Interface 2: MUI 5   660 620
Die 2. Platine ist die Schnittstellenkarte (5 x serieller Anschluss).

I/O Board mit Konsol-Interface   660 665

CPU 660 660


M1: 48K MOS 660 413
Die 5. und unterste Karte enthält das RAM (48 kB).

Im Gegensatz zur Zentraleinheit, die sich zumindest einschalten lässt
(und dann mit ein paar LEDs den Status anzeigt) haben die Terminals
die 35 Jahre seit der ersten Inbetriebnahme nicht so gut überstanden.

Nach 5 Sekunden begann es zu rauschen (wie ein warm werdender
Wasserkocher, nach ca. 10 Sekunden gab es einen kleinen Knall und
Rauchwolken kamen aus dem Terminal.




Die Rückansicht des Dietz-Terminals. Wo kam der Rauch her?




Der Übeltäter ist gefunden: ein geplatzter Kondensator.

Nachdem ich diesen Kondensator (und einen anderen mit ähnlich
brüchigen Gehäuse) ersetzt hatte, neuer Versuch.

Einschalten, es gibt einen kleinen Blitz, sofort wieder aus.
Sichtkontrolle bringt diesmal kein Ergebnis, also nochmal an.
Es blitzt wieder, aber ich lasse das Terminal eingeschaltet.

An der Tastatur leuchten 2 LEDs, und nach ein paar Sekunden
zum Aufwärmen zeigt der Bildschirm einen blinkenden Strich.
Allerdings reagiert das Gerät auf keinen Tastendruck. Außerdem
muss der Blitz eine Ursache haben.




Das ausgebaute Netzteil.



Der Übeltäter ist ein kleiner Tantalkondensator.


 
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