historic-computer
  Sharp MZ 811 (1985)
 
  Hier ein Neuzugang über eBay-Kleinanzeigen. Leider wohnte der Vorbesitzer
  in Hamburg und wollte den Computer nicht versenden - also eigentlich zu weit
  weg für mich. Zum Glück hat ein netter Vereinskollege vom Verein zum Erhalt   
  klassicher Computer (VzEkC - etwas Werbung dafür muss sein) mir geholfen
  und den Rechner abgeholt, die OVP nochmal extra verpackt und mir per Post
  gesandt. Der Aufwand hat sich gelohnt: ein schönes Gerät in einem 1a Zustand.
  Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten in meinem Bestand war vor der ersten
  Inbetriebnahme keine Putzorgie notwendig...



  Allerdings war bei dem Sharp zunächst ein anderes Problem: der eingebaute
  FBAS-Ausgang lieferte ein fast  unbrauchbares Signal. Selbst mit meinem guten
  Commodore 1084-Monitor bekam ich nur ein Schwarz/Weißbild. Abhilfe schaffte
  ein RGB-Kabel, das ich mir aber selbst löten musste. 




  Nach einer Zwangspause (ich musste erstmal 8-polige Stecker bestellen)
  konnte ich dann das Kabel löten. Als eigentliches Kabel verwendete ich ein
  kaputtes Ethernetkabel. Das hat neben den nötigen 8 Leitungen auch eine gute
  Abschirmung, was bei Bildsignalen schon wichtig ist.

  Obwohl die beiden Stecker gleich sind, ist die Belegung VÖLLIG unterschiedlich.
  Es kommt also darauf an, auch das Kabel richtig herum anzuschließen. Deshalb
  habe ich das Kabel entsprechend gekennzeichnet. Die Belegung ist die folgende:

   Pin MZ 800	zu	1084
    1	I       1-5   	  -
    2	GND    	2-6 	 R
    3	- 	  	 G
    4	H-Sync	4-7 	 B
    5	V-Sync	5-8 	 I
    6	R       6-2     GND
    7	G       7-3     V-Sync
    8	B       8-4     H-Sync

 

  Mit diesem Kabel bekam ich nun ein einwandfreies (Farb)-Bild. 




  Als Cassettenersatz nutze ich den Kopfhörerausgang meines Laptops. Damit
  kann ich alle Software für den MZ-800  bequem verwalten. Alternativ habe
  ich auch noch einen qualitativ guten Nordmende-Cassettenrekorder,
  der auch bei anderen Systemen zum Einsatz kommt (z.B. beim TI-99/4A).




  Wie schon erwähnt, kam der Sharp in seiner OVP.




Die Seriennummer stimmt mit dem Typenschild überein.




  Sogar die Aufkleber für die Grafikzeichen der Tastatur sind dabei.



  Außerdem noch etwas Software und die Handbücher.



  Wie schon erwähnt hat sich der Aufwand für dieses schöne System gelohnt.
  Der Kontakt zu dem Verkäufer war auch sehr nett, er hat noch extra Software
  digitalisiert und mir zukommen lassen und sich darüber gefreut, dass ich
  den Sharp als lauffähiges Gerät auf einer der nächsten CC öffentlich zeigen will.
  (CC ist das jährlich stattfindende Treffen des VzEkC und steht für Classic
  Computing).














 
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